• Claudia Brose

Reverse Engineering: Eine andere Welt nach Corona?



Mir ist die Welt seit langem zu voll, zu schnell, zu hektisch, zu un-miteinander. Ich schätze den schnellen Fortschritt im Bereich der Medizin und Technik, sie haben viele Vorteile und sie sind ein Segen in Zeiten wie diesen. Aber die generelle Tendenz, dass wir in der rasanten Beschleunigung unseres Lebens, die Aufmerksamkeit für uns selbst, unsere Mitmenschen und unser Umfeld verlieren, einschließlich vieler Werte, wie Freundlichkeit, Respekt, Menschlichkeit, emotionale Intelligenz und Qualität geht mir schon lange gegen den Strich.


Werden wir anders denken und handeln, wenn die Corona Krise, die die ganze Welt trifft, vorbei ist?


Werden wir endlich etwas aufmerksamer umgehen mit uns und untereinander im großen Netzwerk der Welt, in der wir alle irgendwie verbandelt sind?


Matthias Horx vom Zukunftsinstitut legt seine Vision in einem Artikel dar und er ist der Meinung, „es gebe historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändere.“


Mit folgendem Satz in seinem Artikel gibt mir Herr Horx Hoffnung: „Wir richten unsere Aufmerksamkeiten wieder mehr auf die humanen Fragen: Was ist der Mensch? Was sind wir füreinander?“


Ich denke, einige seiner Die-Welt-nach-Corona Szenarien beschreiben Bewegungen, nach denen sich viele Menschen schon seit einiger Zeit sehnen:


  • Wir kommunizieren wieder wirklich.

  • Es entsteht eine neue Kultur der Erreichbarkeit.

  • Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, auch junge Menschen, machen plötzlich ausgiebige Spaziergänge.

  • Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissen, steigt an.

  • Soziale Verhaltensformen verändern sich. Trotz radikaler Einschränkungen in Krisenzeiten bleiben Menschen solidarisch und konstruktiv.

  • Humor und Mitmenschlichkeit.

  • Das Handwerk erlebt eine Renaissance.

  • Lokalisierung des Globalen.

  • Vermögen spielt nicht mehr die entscheidende Rolle.


Auf folgende Themen geht Matthias Horx in seinem Artikel ein:


Reverse Engineering: Von der Zukunft zurückblicken. Matthias Horx versetzt uns in den Herbst 2020 und schaut auf die vergangenen Monate zurück mit der Frage: Worüber werden wir uns rückblickend wundern?


Bei klassischen Prognosen und "in die Zukunft" schauen, sehen wir meistens nur die Gefahren und Probleme "auf uns zukommen", die sich zu unüberwindbaren Barrieren türmen. Die Wahrnehmnung ändert sich, wenn wir von der Zukunft zurückblicken.


Das Gefühl der geglückten Angstüberwindung.


Es gibt eine Bewältigungsphase (Coping). Wir sind gespannt auf das Kommende, neugierig, vorausschauend. Wir schmieden Pläne, haben Visionen, die uns in die vorausschauende Handlung bringen.


Zeit der Fassungslosigkeit und Angst entsteht eine innere Kraft.


Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahr-Nehmungen und Welt-Verbindungen.


Politischer Wandel? Diejenigen, die Menschen gegeneinander aufhetzen wollen, haben zu echten Zukunftsfragen nichts beizutragen. Fake News und ihr Marktwert.


Globalisierung und die Unterbrechung der Konnektivität.


Autonomie und Abhängigkeit, Öffnung und Schließung, werden neu ausbalanciert.


Matthias Horx schließt mit: „Vielleicht war der Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt.

Aber sie kann sich neu erfinden. – System reset. – Cool down! – Musik auf den Balkonen! – So geht Zukunft.“


photo credit © John McDermott


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