• Claudia Brose

Wie eine Weinprobe Deine Aufmerksamkeit schärft



„Was kannst du in dem Wein riechen? Welche Frucht oder Gewürz?“ Oh je, ist das schwer. Brombeere, Kirsche, Mandel? „Jetzt probieren, was schmeckst du?“ Kann ich nicht sagen. Ich stelle fest, dass ich einen Probeschluck nicht wirklich bewusst wahrgenommen habe, weil ich von dem Reden der Freundin am Tisch abgelenkt war. Der Winzer hakt nach: „Was hast du geschmeckt?“

Wenn ich mich ständig ablenken lasse kann ich auch nicht wirklich wahrnehmen, was hier gerade in meiner Nase und im Gaumen passiert.

Ich konzentriere mich, verabschiede mich im Geiste für einen kurzen Moment vom Tischgespräch und nehme ganz bewusst einen Schluck. Wo im Gaumen schmecke ich was? Wie lange hält es an? Welche Nuancen im Geschmack nehme ich war? Was ändert sich, wenn die Flüssigkeit langsam weiter ihren Weg fliesst?

Ein geübter und erfahrener Winzer und Weinkenner liest einen Wein in seinem Gaumen wie ein Buch...Terrain, Reife, die Handschrift des Weinbauern.

So tief müssen wir nicht in das Buch einsteigen. Aber eine Weinprobe ist eine wunderbare, die Sinne beanspruchende Methode, seine Aufmerksamkeit zu trainieren.

Du lernst, dich auf den Moment zu besinnen.

Einen Augenblick lang konzentrierst du dich nur auf ein paar Sinneswahrnehmungen und schaltest dein Umfeld aus.

Du lernst, Wahrnehmungen, kleine entscheidende Nuancen zu benennen und zu kommunizieren. Im Arbeitsumfeld oder zu Hause macht dich das zu einem besseren Zuhörer, Kommunikator und Problemlöser.

Probier’s mal! Ist lecker und besinnlich...

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