• Claudia Brose

Wie kannst du dir deine Aufmerksamkeit versauen?


photo © Fabien Martin on Unsplash

Täglich wird unsere Aufmerksamkeit herausgefordert. Die Nachrichten, die Kollegen, die sozialen Medien – alle wollen sie dir deine Aufmerksamkeit stehlen. Gehörst du zu den Menschen, die sie leichtsinnig und freiwillig abgeben? Versuchst du dich zu fokussieren, auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf dein Umfeld zu achten, lässt dir diese Aufmerksamkeit aber von anderen versauen? Sind es wirklich die anderen, die Technologie, die verführerischen Sozialen Medien oder liegt es an deiner Disziplin und deinen Gewohnheiten, die deiner Aufmerksamkeit einen Strich durch die Rechnung machen?


Wenn du keine Lust mehr hast, dir deine Aufmerksamkeit so oft versauen zu lassen, dann knöpf dir diese 3 Störenfriede vor.


Deine Bequemlichkeit


Wir Menschen neigen bekanntlich zu Bequemlichkeit.


Wir orientieren uns an der Meinung anderer, da es schneller und einfacher ist, den Rat von jemanden einzuholen in einer schwierigen oder komplexen Situation. Anstatt sich selbst mit der Lage auseinanderzusetzen, die Zeit aufzuwenden, sie zu verstehen und eine Lösung zu finden, ist es bequemer, die Verantwortung für das eigene Handeln an jemand anderen zu übertragen. Stellen wir uns aber mal vor, wir sind auf uns selbst gestellt und müssen eine Lösung finden. Dann sind wir gezwungen, unsere Aufmerksamkeit auf die Situation zu fokussieren und uns mit uns selbst auseinanderzusetzen, um eine Meinung zu bilden und Lösungen zu eruieren.


Aufmerksamkeit verlangt innere Kraft. Aber wir sind oft viel zu faul, diese Kraft anzuwenden. Aus Bequemlichkeit bleiben wir an der Oberfläche, wollen Zeit sparen, lieber schon mal zur nächsten Aufgabe springen, anstatt unsere Aufmerksamkeit für etwas länger auf das zu richten, was in diesem Moment unsere Beachtung verlangt.


Deine Sucht


Es ist kein Geheimnis mehr, dass uns moderne Technologien im Griff haben – uns geradezu süchtig machen.


Externe Auslöser wie Email Benachrichtigungen, sonstige Nachrichten Signale, Apps, Facebook, Twitter und Co. schaffen es, einen Impuls in uns zu treffen, so dass wir dem Signal und der Verlockung folgen. „Nur ganz kurz mal checken...“ oder „nur einmal eben reinschauen...“- und eine halbe Stunde später fragen wir uns, wo die Zeit geblieben ist. Mist! Schon wieder reingefallen! Wir versauen uns unsere Aufmerksamkeit, weil wir süchtig sind. Süchtig nach Ablenkung. Da haben uns die Werbung, die sozialen Medien und Konsumgüter wunderbar im Griff. Denn wir folgen diesen Impulsen ohne groß nachzudenken, ohne wirklich wahrzunehmen, wovon wir uns da gerade wieder ablenken lassen.


Produkte und Dienstleistungen sind darauf ausgerichtet, unsere Gewohnheiten und unser Verhalten zu ändern. Es gibt einen Auslöser, der eine Erwartung produziert, der wir mit einer Aktion folgen. Wir werden belohnt und werden motiviert, uns immer wieder in diesen Kreislauf zu begeben.


"Die sozialen Medien machen Menschen süchtig nach sozialer Bestätigung. Der "Like"-Button wirkt auf die Seele etwa so wie Zucker auf den Organismus", beschreibt Matthias Horx, Leiter des Zukunftsinstituts, das Phänomen.

Auch wenn hier psychologische Kräfte im Spiel sind, können wir uns diese bewusst machen und fragen, inwiefern wir es zulassen wollen, dass diese Ablenkungskräfte so eine Macht über uns ausüben.


Dein Ego


Wir Menschen sind heute so gestrickt, dass wir möglichst schnell vorwärtskommen und ganz viel gleichzeitig erledigen möchten. Multitasking ist das Stichwort. Unser Ego, schneller, besser, herausragender sein zu wollen, versaut allerdings unsere Aufmerksamkeit.

Multitasking, nun endlich auch wissenschaftlich bewiesen, verlangsamt unsere Gehirnaktivität, weil unser Gehirn nicht so konzipiert ist, mehrere Dinge gleichzeitig durchzuführen. Unser Ego treibt uns aber an, genau das zu tun. Wir werden ständig abgelenkt und können unserer Aufmerksamkeit nicht ungestört einer Sache widmen. Wenn wir uns aber fokussieren und trauen, in die Tiefe zu gehen, werden wir kreativ, innovativ, produzieren Ideen und wir finden Lösungen. Alles Eigenschaften, die zukünftige Jobs von uns verlangen werden.


Schieben wir unser Ego zur Seite und räumen der Aufmerksamkeit wieder mehr Raum ein, vermeiden wir oberflächliches Verhalten und kurzfristiges Denken und kreieren im Gegenzug Qualität und nachhaltige Lösungen.


Letztendlich liegt die Entscheidung bei uns selbst, wem oder was wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Und, ob wir den vielen Ablenkungen erlauben, dass sie unsere Aufmerksamkeit versauen.


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