• Claudia Brose

Wie viel Aufmerksamkeit steckt denn so in uns?



In einer Diskussion in einer Business Community sprachen wir kürzlich über das Thema „What is enough?“. „Was ist genug – wann ist etwas ausreichend oder wann ist es nicht genug?“ Die Bandbreite der Interpretation ist weit, von materiellen zu immateriellen Zusammenhängen.


Meine Gedanken kreisten sofort um die Frage, ob wir je genug Aufmerksamkeit schenken können. Dabei unterscheide ich zwischen konzentrierte Aufmerksamkeit auf eine Sache und die Herausforderung, sich nicht ständig ablenken zu lassen und der Aufmerksamkeit, die wir uns selbst und anderen schenken, weil wir uns kümmern, zuhören, und die Zeit nehmen, aufmerksam zu sein.


Achten wir genug auf uns selbst? Schenken wir anderen und der Welt um uns herum genügend Aufmerksamkeit? Gibt es eine „begrenzte Menge“ unserer Fähigkeit aufmerksam zu sein?


„Ich muss mir mehr Zeit, aufmerksam zu sein, bewusst einbauen - nicht nur für meine Umgebung, sondern auch für meine eigenen Gedanken. Ich habe die Tendenz, anstatt meinen Gedanken mal zuzuhören, lieber ein Buch zugreifen, mein Wissen zu erweitern, einen Podcast anzuhören, oder ein Kurs zu machen…“, beschreibt Jacquie aus Neuseeland.


"... ich hatte auf einmal die Erkenntnis, dass eigentlich überall um mich herum auch Freude herrscht - ich hatte es nur einfach nicht mehr wahrgenommen", verrät Anne aus Kalifornien.


Ist das nicht seltsam, wie oft wir unserer Umgebung und unseren eigenen Gedanken nicht genug Aufmerksamkeit schenken? Würdest du nicht zustimmen, dass dies eigentlich zwei sehr wichtige Aspekte im Leben sind, die uns helfen, uns sicherer zu fühlen, bewusster zu leben und in allem was wir tun, dass wir uns am Ende des Tages erfüllter fühlen?


Wie viel Aufmerksamkeit haben wir?


Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt, wenn wir versuchen, uns zu konzentrieren und uns nicht von all dem Lärm, den Anforderungen und den Informationsmassen ablenken zu lassen. Das menschliche Gehirn ist nicht auf Multitasking ausgerichtet, wie es mittlerweile viele Untersuchungen gezeigt haben. Es gibt ein Limit unserer Aufmerksamkeit, auf wie viele Reize, Einflüsse und Menge an Aufgaben, mit denen wir konfrontiert sind, wir uns gleichzeitig konzentrieren können.


Auf der anderen Seite gibt es meiner Meinung nach eine Fülle an Aufmerksamkeit, die wir geben und schenken können, wenn es um Fürsorge geht. Aufmerksamkeit zu schenken bedeutet, um uns selbst, unser Wohlbefinden und uns um die Menschen um uns herum, unsere Lieben und die Menschen, denen wir im täglichen Leben begegnen, zu kümmern. Wenn es uns wichtig ist, geben wir uns und ihnen unsere Aufmerksamkeit. Das bedeutet, wir nehmen uns Zeit, wir sind respektvoll und freundlich, wir hören zu und sind neugierig. Ist unsere Fähigkeit, freundlich, respektvoll und menschlich zu sein begrenzt?


Dennoch scheinen wir den wichtigen Dingen oft nicht genug Aufmerksamkeit zu schenken. Warum? Ist es nicht wichtig, auf unsere Gesundheit zu achten, ein Potenzial in anderen zu erkennen, oder das Wasserglas halb voll statt halb leer zu sehen? Wir kutschieren durch unsere belebten Straßen und schauen dabei auf unsere Smartphones. Wir nehmen die schönen Dinge, die Freude und die kleinen Fortschritte um uns herum nicht mehr war, weil wir nicht darauf achten. Macht uns das glücklich im Leben und erfüllt bei der Arbeit?


Die Quelle der Aufmerksamkeit kann unendlich sein


Die gute Nachricht ist, dass wir genug „Aufmerksamkeitspotential“ in uns haben. Und wenn wir uns dieser „Fülle“ bewusst sind können wir dieses Potenzial nutzen. Wir können ein besseres Arbeitsleben und florierende Unternehmen schaffen, wenn wir darauf bestehen, den Menschen in einer Organisation Aufmerksamkeit zu schenken und mit Menschlichkeit und Fürsorge führen. Wir können uns ein erfülltes Leben schaffen, wenn wir uns bewusst machen, was uns glücklich macht.




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